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Zugriff auf E-Mails eines Toten

Stand: 07.06.2017

Mitunter müssen sich Mitarbeiter von Hochschulen auch mit Sachverhalten beschäftigen, die sie lieber nicht zu beurteilen hätten:

Ein Studierender einer Hochschule verstarb.
Daraufhin wandte sich der Vater an die Hochschule mit der Bitte, ihm die E-Mails aus der Mailbox des Sohnes der letzten 6 Monate zukommen zu lassen. Der Studierende rief die E-Mails über IMAP ab, sie lagen also noch auf dem Mailserver. Die Sterbeurkunde wurde der Hochschule vorgelegt. Er bat um Übermittlung der Post an seine E-Mail-Adresse.
Es war davon auszugehen, dass die private Nutzung durch Studierende zumindest geduldet war.

Die Hochschule stand vor der Frage, ob es rechtlich zulässig ist, diese E-Mails dem Vater zukommen zu lassen und wenn ja, auf welchem Weg.

Im Jahr 2017 erging Rechtsprechung, der ein vergleichbarer Fall zugrunde lag. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass diese Entscheidung noch nicht rechtskräftig ist. Möglicherweise wird sich noch eine höhere Instanz mit dieser Fragestellung beschäftigen müssen.

Der vollständige Inhalt des Dokuments steht nur den mit ZENDAS kooperierenden Hochschulen zur Verfügung (nähere Informationen finden Sie hier Interner Link).

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