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Löschung von Daten auf Festplatten

Die Löschung von Daten auf Festplatten wird oftmals nur unzureichend oder gar nicht durchgeführt. ZENDAS beschreibt auf dieser Seite Wege, wie die datenschutzgerechte Löschung der Daten oder die Vernichtung von Festplatten durchgeführt werden kann, so dass eine Wiederherstellung nahezu unmöglich ist.

Begriff des Löschens

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Unter dem Begriff des Löschens ist das Unkenntlichmachen gespeicherter personenbezogener Daten zu verstehen (so die entsprechende Definition in den Landesdatenschutzgesetzen und im Bundesdatenschutzgesetz). Das Unkenntlichmachen wird definiert als eine "Handlung, die irreversibel bewirkt, dass eine Information nicht länger aus gespeicherten Daten gewonnen werden kann" (so Simitis, BDSG, 6. Aufl. 2006, § 3 Rn. 174). D.h. sollen Daten von einer - noch weiterzuverwendenden - Festplatte gelöscht werden oder soll eine Festplatte komplett vernichtet werden, muss gewährleistet sein, dass die vorhandenen personenbezogenen Daten unwiderbringlich gelöscht sind.

Löschung der Daten von Festplatten

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Für die Löschung von Daten von Festplatten gibt es geeignete und weniger geeignete Wege. ZENDAS möchte Ihnen drei geeignete Wege und drei nicht geeignete Wege vorstellen.

Nicht geeignete Wege:

  1. Löschen der Daten mit den bekannten Betriebsystemfunktionen ("del", "rm", "Löschen").
    Bei diesen Varianten werden nicht die Inhalte gelöscht, sondern die Verweise auf die Inhalte in einer Zuordnungstabelle. Normale "Wiederherstellungs-Programme" können ohne Probleme diese Daten wieder herstellen.
  2. Formatieren der Festplatte (High-Level-Formatierung)/ Neupartitionierung
    Bei dieser Variante werden die Inhalte nicht gelöscht, stattdessen wird hier u.a. die Dateizuordnungtabelle geleert oder neu angelegt. Auch hier lassen sich Dateien leicht wieder herstellen, da diese nicht physikalisch gelöscht werden.
  3. Formatieren der Festplatte (Low-Level-Formatierung)
    Bei dieser Variante werden die Sektoren der Festplatte mit einem einheitlichen Bitmuster überschrieben, eine teilweise Wiederherstellung der Daten ist mit speziellen Lesegeräten möglich.

Geeignete Wege:

  1. Mehrfaches Überschreiben der Daten
    Durch das mehrfache (siebenmalige) Überschreiben der Festplatte mit unterschiedlichen Bitmustern (z.B. mit DBAN Interner Link) sind die ursprünglichen Daten auf der Festplatte nicht wieder herstellbar.
  2. Einsatz eines Magnetfeldes
    Die zu löschende/ vernichtende Festplatte kann einem starken Magnetfeld ausgesetzt werden. Der Vorteil dieses Verfahrens ist, dass Daten von defekten Festplatten vernichtet werden können. Nährere Informationen findet man in der DIN 33858.
  3. Physikalische Zerstörung der Festplatte
    • Mechanische Zerstörung
      Bei defekten Festplatten oder bei Festplatten, die nicht weiterverwendet werden sollen, bietet sich die pyhsikalische Zerstörung der Festplatte an. Die Festplatte sollte am besten zerkleinert und geschreddert werden. Sind die einzelen Stücke zu groß oder nur die Elektronik beschädigt, ist eine Wiederherstellung von Datenfragmenten möglich - es sollte daher - je nach Senibilität der Daten - eine Magnetisierung (siehe: DIN 33858) oder Einschmelzung in Betracht gezogen werden.
    • Thermische Zerstörung
      Durch eine thermische Zerstörung (Temperatur ≥ Curie-Temperatur, bei Eisen 766 °C) verliert die Festplatte ihre magnetische Eigenschaft und die Daten sind unwiderrufbar gelöscht.
      Allerdings sollten Sie nicht anfangen, Ihr eigenes "Feuerchen" zu machen. Aus Gründen der Arbeitssicherheit und der Arbeitsmedizin ist dies nicht anzuraten. Sie können jedoch klären, ob an Ihrer Einrichtung irgendwo die Möglichkeit der thermischen Zerstörung besteht.

Software zur Löschung

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Für den nicht-öffentlichen Bereich (private Anwender oder Privatwirtschaft) stehen eine Vielzahl von kostenfreien und kostenpflichtigen Produkten zum Thema "sichere Datenlöschung" zur Verfügung, beispielsweise die Programme Eraser Interner Link oder DBAN Interner Link.

Defekte Festplatten

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Sollte die Festplatte defekt sein, scheidet eine Löschung durch den Einsatz einer Software (z.B. DBAN) aus. Befinden sich personenbezogene Daten oder aus anderen Gründen geheimzuhaltende Daten auf dieser defekten Festplatte, sollte diese physikalisch vernichtet werden oder durch ein Unternehmen fach- und datenschutzgerecht entsorgt werden.

Auf keinen Fall sollte diese bei einem Defekt ohne weitere Maßnahmen weggeworfen werden.
Probleme gibt es dann, wenn auf der Festplatte noch eine Garantie vorhanden ist. Aus diesem Grund hat sich ZENDAS mit diesem Fall etwas genauer auseinandergesetzt:
Defekte Festplatten mit personenbezogenen Daten Interner Link

Weitere Hinweise:

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Weitere Hinweise und Presseartikel finden Sie unter der Webseite:

Hinweise und Presseartikel Interner Link

Copyright 2011 by ZENDAS - Letzte Änderung: 26.09.2011