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Badische Zeitung vom Samstag, 24. Januar 2004

Stand: 31.08.2009

Es geschah am helllichten Tage

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Diebstahlserie an der Universität und der Pädagogischen Hochschule: Mehr als 30 Beamer im Wert von 200 000 Euro geklaut.

Autor: Heike Spannagel (Badische Zeitung Externer Link )

Ohne Beamer läuft an der Universität kaum eine Vorlesung mehr. Die teuren Projektoren sind aber nicht nur bei Dozenten heiß begehrt: 30 Beamer wurden im vergangenen Jahr an der Uni geklaut, an der Pädagogischen Hochschule weitere drei Geräte. Dabei entstand ein Schaden in Höhe von rund 200 000 Euro. Während die Polizei den Tätern bislang vergeblich nachgespürt hat, wurden die Sicherheitsvorkehrungen an den Hochschulen verschärft.
Auch das ist akademische Freiheit: Zwischen acht Uhr morgens und zehn Uhr abends stehen die Türen der Universität für jeden offen. Viele der technischen Geräte sind deshalb am helllichten Tag abhanden gekommen. "Bei uns wurde ein Beamer in den 20 Minuten zwischen zwei Veranstaltungen geklaut", berichtet Bärbel Schubel, Direktorin der Uni-Bibliothek. "Maßlos ärgerlich" findet Rüdiger Technau vom Rektorat die Diebstahlserie. Allein in den zentralen Hörsälen der Uni seien "mindestens fünf" Beamer weggekommen, von denen jeder 20 000 Euro kostete. Zudem wurden Projektoren aus den Hörsälen und Seminarräumen verschiedener Institute geklaut, die jeweils um die 2000 Euro wert waren.

Wie alle Landeseinrichtungen ist die Uni gegen Diebstähle nicht versichert. "Das fällt bei uns alles unter Verbrauch", sagt Technau. Den Ersatz gestohlener Geräte müsse jedes Institut aus seinem Haushalt herausschwitzen.

Die Polizei hat in der Zeit vom November 2002 bis November 2003 insgesamt 30 Beamer-Diebstähle an der Universität verzeichnet. Hinzu kamen im vergangenen Jahr drei geklaute Beamer an der Pädagogischen Hochschule (PH), wo zudem weiteres technisches Gerät verschwand. PH-Sprecherin Helga Epp schätzt den Schaden auf 30 000 Euro. "Das waren fitte Leute, die wissen, wie man das Zeug verschwinden lässt", sagt Polizeisprecher Ulrich Brecht. Man gehe davon aus, dass die Geräte ins Ausland geschafft und dort verkauft würden.

Von den Dieben an der Uni fehlt bislang jede Spur

An der PH seien Einbrecher am Werk gewesen, zwei Täter habe die Polizei anhand von DNA-Spuren ermittelt. Die Diebe an der Universität hingegen haben entweder tagsüber zugeschlagen oder Schlüssel besessen. Von ihnen fehlt jede Spur.

Indes haben die Hochschulen ihre Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Hausmeister und Dozenten wurden angewiesen, die Hörsäle nach der Benutzung abzuschließen. Beamer wurden in Metallboxen gepackt, mit Schlössern und Ketten verriegelt. Und in den Weihnachtsferien hat das Wachpersonal Sonderschichten geschoben.

Neben drei Nachtwächtern beschäftigt die Universität seit geraumer Zeit zwei Sicherheitsdienste, die rund 200 000 Euro im Jahr kosten. Der Versuch des Instituts für Makrochemie, zur Abschreckung von Dieben eine Videokamera zu installieren, scheiterte am Personalrat. Von Kameras verspricht sich auch die PH mehr Sicherheit. Die Idee, eine Web-Kamera zu installieren, die ihre Bilder direkt ins Internet überträgt, scheiterte aber bereits am Datenschutz. Die Installation von Videokameras macht man nun vom Bericht des Datenschutzbeauftragten des Landes abhängig, der in den kommenden Wochen erscheinen soll.

Der Originalartikel und die Bilder sind inzwischen nicht mehr online verfügbar.
Quelle: http://www.badische-zeitung.de/lokales/lokalausgaben/freiburg/44,1037390.html (nicht mehr verfügbar)

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